: Wer wird Euro-Chef?
■ Deutsch-französischer Finanzgipfel einigt sich nicht auf Vorsitz der Euro-Zentralbank
Tours (dpa/rtr) – Deutschland und Frankreich können sich partout nicht einigen, wer Chef der künftigen europäischen Zentralbank wird. Die Franzosen wollen den bisherigen Präsidenten der Banque de France, Jean-Claude Trichet, während die Deutschen die Kandidatur des Niederländers Wim Duisenberg unterstützen. Bei ihrem gestrigen Treffen in Tours konnten sich Finanzminister Theo Waigel und sein französischer Kollege Dominique Strauss-Kahn nur soweit einigen, daß noch vor Mai eine Lösung gefunden werden soll. Anfang Mai gibt die EU den Startschuß für die europäische Währungsunion, indem sie die Teilnehmer am Euro-Club festlegt und das Direktorium der neuen Zentralbank verkündet.
Geeinigt haben sich die beiden Finanzminister hingegen auf die Modalitäten eines „Euro-Rats“. In diesem informellen Gremium wollen sich die Finanzminister der künftigen Währungsunion im Vorfeld der offiziellen Treffen des EU- Finanzministerrats abstimmen.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen