: Wenn wie aus dem Nichts der eine Bus kommt
Im Allgäu ist die CSU flächendeckend verbreitet, aber das Netz für mobile Daten nicht. Als Wanderer, der sich zwischen Lechbruck am See und Füssen durch die Landschaft bewegt, kann das ein Problem sein, wenn ein Bus benötigt wird, um rechtzeitig einen Zug in Füssen zu erreichen. Die Frage, ob, wo und wann ein solcher Bus fährt, bleibt offen. Und Taxi wäre teuer: Allein dessen Anfahrt zum Ausgangspunkt würde 30 Euro kosten.
Also dann zu Fuß weiter Richtung Füssen und den Zug sausen lassen. Sanft schwingen sich die grünen Hügel Richtung Alpen, die schmalen Straßen verbinden vereinzelte Bauernhöfe, gelegen inmitten sauber gemähter Wiesen. Am Ende einer der Straßen ist eine Kreuzung mit einer Bushaltestelle. Spaßeshalber schauen wir auf den Fahrplan, reiben uns die Augen, blicken auf und sehen den Bus nach Füssen, der in diesem Moment ankommt und dann entschieden bremst.
Halblech
3.600 Einwohner*innnen.
Sehenswert in der Gemeinde ist neben der Allgäulandschaft die Barockkapelle St. Peter mit dem Pestfriedhof daneben. Und eben die Bushaltestelle Thal/Zwieselried.
Die Tür geht auf. „Fahren Sie nach Füssen?“ – „Ja“, sagt die Busfahrerin und schaut konsterniert. „Es ist das erste Mal seit 19 Jahren, dass jemand an dieser Haltestelle einsteigt.“ – „Woher wissen Sie das?“ – „Weil ich die Strecke seit 19 Jahre fahre.“ Klaus Irler
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