: Wenn es glücklicherweise mit der Rettung klappt
Ein Vulkansee. Zwei Jungs machen Arschbomben. Als die pubertären Körper das Wasser durchbrechen, spritzt es meterweit. Die Alten ziehen Bahnen, die Jüngsten planschen am Ufer, die dazwischen springen vom Fünfer, sitzen auf einer Schwimminsel im See, sonnen sich. Gekreische, Gelache, Geplansche. Die ersten Schwimmversuche eines Kindes: Es strampelt, prustet, grinst. „Oma, guck mal!“
Die Oma steht daneben und filmt. Plötzlich wird sie abgelenkt: „Ein Hubschrauber!“ Und der fliegt immer tiefer. Am Ufer: Sirenen, Rettungswagen, Polizei. Plötzlich ist es ganz still. Nur die Propeller des Hubschraubers, der immer engere Kreise über den See zieht. Dann eine Lautsprecherdurchsage. „Bitte verlasst sofort das Wasser.“
Gemünden
200 Einwohner*innen.
Die Sehenswürdigkeit des Ortes in der Vulkaneifel ist natürlich das Gemündener Maar, ein 30.000 Jahre alter, kreisrunder See vulkanischen Ursprungs.
Unglaublich, wie schnell sich so ein See leeren kann. Eine weitere Durchsage: „Marie, wenn du das hier hörst, komm zum Eingang. Hier ist der Christian.“ Die Stimme klingt verzweifelt. Am Ufer stehen bestimmt 400 Menschen, die stumm beobachten, wie der Hubschrauber über den verlassenen See fliegt. Dann, endlich, knacken die Lautsprecher ein drittes Mal: „Es ist alles gut ausgegangen. Sie dürfen wieder ins Wasser.“ Es dauert ein paar Sekunden, dann fangen 400 Menschen an zu applaudieren. Amanda Böhm
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