: Wenn der Feuersalamander nicht umsonst warnt
Er läuft rum wie ein Alarmschild. Schwarzglänzend, leuchtend gelbe Flecken – die Haut des Feuersalamanders ist Warnung, nicht Tarnung. Und tatsächlich: das Sekret des kleinen Lurchs brennt auf der Haut, kann sogar zu Atembeschwerden und Kotzerei führen.
In den Chiemgauer Bergen kann der Mensch ein halbes Leben lang unterwegs sein, ohne Salamandra salamandra zu begegnen. Umso größer die Freude, als so ein nuklearfarbenes Viecherl den Weg kreuzt. Es gehört immerhin zu den „Big Five“ der Alpen, neben Steinbock, Gams, Steinadler und Murmeltier.
Hochplatte
1.587 Meter.
Der Berg in den Chiemgauer Alpen ist von Nordosten ab Marquartstein unschwierig zu erreichen. Der etwa zweieinhalbstündige Aufstieg führt weitgehend über Forststraßen. Mit der Hochplattenbahn lässt sich der Anstieg verkürzen.
Ein paar Hundert Meter weiter kriecht noch ein Bergnarr, beziehungsweise Tattermandl, wie man die Lurche hier nennt. Und, obacht, da rechts am Weg noch einer. Wo der Feuersalamander verschwindet, ist das oft ein Hinweis darauf, dass das Ökosystem leidet. Hier an der Hochplatte aber scheint ja alles in bester Ordnung zu sein – bis ein Schild kommt: „Achtung!“, steht da, „bitte helfen Sie mit, die Population in diesem Gebiet zu erhalten“. Der tödliche Bsal-Pilz bedrohe die Salamander. Schuhe mit Alkohol reinigen, Abstand halten von Quellen und Bächen und vor allem nicht anfassen! Aber vor Letzterem warnt Lurchi ja schon selbst. Stefan Hunglinger
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