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Wenn Barrieren überwunden werden

Politische Werbung“ steht klein links unten in der Ecke. Wobei „klein“ ist hier relativ, es ist eine ganz schön große Werbetafel, deren wechselnden Inhalte auf der Kreuzung am Hamburger Millerntor flimmern.

Nicht weit von hier könnten einmal olympische oder auch paralympische Wettbewerbe ausgetragen werden, in 10 Jahren, vielleicht auch erst in 18. Fürs Ja zur Bewerbung, über die die Ham­bur­ge­r*in­nen bei einem Referendum am 31. Mai abstimmen können, wirbt die Stadt eben auf der Flimmertafel: Wer „mehr Tempo in Sachen Barrierefreiheit“ will, muss demnach für die Paralympischen Spiele sein, die nämlich seien „eine Chance für alle“.

Man könnte sich darüber wundern, dass die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention von den Interessen der Olympia-Veranstaltenden abhängig sein soll, klingt das nicht fast wie Erpressung?

Hamburg-St. Pauli

22.400 Ein­wohne­r*innen.

Sollte die Hamburger Bewerbung um Olympische oder Paralympische Spiele 2036, 2040 oder 2044 Erfolg haben, werden in dem Stadtteil unter anderem Hockey, Beach Volleyball und Blindenfußball gespielt.

Aber da ist die Werbung für die Spiele auch schon wieder weg. Nun bewirbt eine überlebensgroß lächelnde Best Agerin einen „barrierefreien Mobilitäts- und Begleitservice“. Daneben steht: „Tausche Rollator gegen Rock’n’ Roll!“ Alexander Diehl

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