: Weniger Wildtiere im Haus
Wildtiere wie Tiger oder Krokodile könnten nach dem Willen mehrerer EU-Länder nicht mehr als Haustiere gehalten werden dürfen. Hintergrund sind Bedenken bezüglich Tier-, Arten- und Gesundheitsschutz, wie aus einem Papier Zyperns, Litauens, Luxemburgs und Maltas hervorgeht. Die Länder stellten die Initiative bei einem Treffen der EU-Agrarminister vor. Der deutsche Ressortchef Cem Özdemir (Grüne) begrüßte das Vorhaben im Namen der Regierung. Konkret wird vorgeschlagen, eine sogenannte Positivliste einzuführen. Jedes Tier, das nicht auf dieser Liste steht, dürfte in der EU dann nicht mehr privat gehalten werden. Welche Tiere auf dieser Liste stehen sollen, steht nicht in dem Vorschlag. „Es ist gut dokumentiert, dass der Handel mit exotischen Arten eine der größten Bedrohungen für die biologische Vielfalt darstellt“, heißt es in dem Schreiben. Viele in Gefangenschaft gehaltene Wildtiere seien vorher in freier Wildbahn gewesen. Zu den Leiden der Tiere gehörten Stress, Langeweile, Depressionen und schwerwiegende Verhaltensprobleme. Zudem verweisen die vier EU-Staaten auf eine Studie des UN-Umweltprogramms, nach der bei der Gefangennahme oder dem Transport zahlreiche Tiere gestorben seien. (dpa)
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