: Weltweit gerecht
Die anthroposophischen Hochschulwochen an der Uni Trier vom 11. bis 13. Oktober widmen sich dem Thema einer menschengerechten Gestaltung der Globalisierung
Mit dem Begriff „Globalisierung“ wird ein Prozess benannt, der immer tiefer in das Leben aller Menschen eingreift und mit der Ausbildung eines weltweiten Geflechts ökonomischer Abhängigkeiten zu tun hat. Die Form, in der diese sich heute vollziehen, ist geprägt von neoliberalistischen Vorstellungen, wie sie auch die Grundlage der Tätigkeit immer mächtiger werdender globaler Institutionen bilden, allen voran der Welthandelsorganisation WTO.
Inzwischen hat sich gegen diese Tendenzen eine zivilgesellschaftliche Bewegung formiert. Sie wird als Antiglobalisierungsbewegung bezeichnet, wendet sich jedoch im Kern nur gegen die bestimmte Form, in der sich die Globalisierung heute vollzieht. Sie weist dabei besonders auch auf die wachsende Schere zwischen Reichtum und Armut auf dem Globus hin. In ihre Forderungen nach sozialer und ökologischer Gestaltung der Globalisierung stimmen inzwischen vereinzelt auch Vertreter der bestehenden Institutionen ein. Das Institut für soziale Gegenwartsfragen Stuttgart und das Institut für zeitgemäße Wirtschafts- und Sozialgestaltung Dornach beschäftigen sich seit vielen Jahren mit dieser Thematik. Auf einer Arbeitstagung in Trier vom 11. bis 13. Oktober sollen Bausteine für eine menschengerechte Form der Globalisierung erarbeitet und für den weiteren Diskussionsprozess zur Verfügung gestellt werden. Eingeladen zu dieser Tagung sind alle, denen die humane Gestaltung der Globalisierung ein Anliegen ist und die den Dialog darüber suchen.
In Vorträgen oder Arbeitsgruppen geht es unter anderem um die „Sozialbindung des Kapitals – Grenzen des freien Kapitalverkehrs“ oder „Strategien und Handlungsrichtlinien zivilgesellschaftlchen Engagements“. Außerdem werden die geistigen, staatlich-rechtlichen und wirtschaftlichen Dimensionen der Globalisierung erörtert. Für die Tagung wird kein Beitrag erhoben, um Spenden wird gebeten.
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