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Welträume

■ Neue Galaxien entdeckt

Cambridge/Massachusetts (ap) Jenseits des bisher bekannten Weltalls haben amerikanische Astronomen eine derart gigantische Ansammlung von Milchstraßen entdeckt, daß die bisherigen Theorien über Entstehung und Ausmaß des Universums ins Wanken geraten. In der jüngsten Ausgabe des Magazins 'Science‘ wird über einen rätselhaften Galaxienhaufen berichtet, dem ForscherInnen sinnigerweise den Namen „Great Wall“ (Große Mauer) gegeben haben. Die scheibenförmige Anhäufung von Materie hat eine Länge von mindestens 500 Millionen Lichtjahren (rund 5.000 Milliarden Milliarden Kilometer), eine Breite von 200 Millionen Lichtjahren und eine Dicke von 15 Millionen Lichtjahren. (Ein Lichtjahr ist die Entfernung, die das mit einer Geschwindigkeit von 300.000 Kilometer in der Sekunde „reisende“ Licht in einem Jahr zurücklegt.) Daneben nimmt sich die Milchstraße, in der sich die Erde befindet, mit einem Durchmesser von 100.000 Lichtjahren wie eine Stecknadel im Heuhaufen aus. Das gesamte Universum wird auf einen Durchmesser von zehn bis 20 Milliarden Lichtjahren geschätzt. „Es ist nicht einfach nur eine schwierigere Version von etwas, was wir schon wissen“, sagte eine Wissenschaftlerin. Keine Kraft könne ausreichen, um in der nach der Entstehung des Urknalls verstrichenen Zeitspanne von 15 Milliarden Jahren eine derart gigantische Ansammlung von Materie zustandezubringen.

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