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Weitere Qi-Gong-Sekte kämpft gegen Verbot

In China wehrt sich die seit Januar verbotene Zhong-Gong-Bewegung jetzt mit einem offenen Brief an den Nationalen Volkskongress gegen ihre Unterdrückung

PEKING dpa/afp/taz ■ Die chinesische Zhong-Gong-Kultbewegung hat gestern den in Peking tagenden Nationalen Volkskongress aufgerufen, die Verfolgung ihrer Anhänger einzustellen, ihre inhaftierten Führer freizulassen und ihre Guthaben zurückzugeben. Zhong Gong ist wie Falun Gong eine sektenartige taoistisch-buddhistische Meditationsbewegung und wurde im Januar verboten. Die 1988 vom „Qi-Gong-Meister“ Zhang Honbao gegründete Bewegung war zuvor offiziell zugelassen und wurde zeitweilig sogar von Regierungskreisen unterstützt, weil sie „westliche Ideen“ ablehnt. Presseberichten zufolge soll sogar Präsident Jiang Zemin 1992 einen Zhong-Gong-Meister wegen eines Leidens konsultiert haben. Die Sekte zählt nach eigenen Angaben 38 Millionen Anhänger.

In dem Brief an das zur Zeit tagende Scheinparlament beklagt die Sekte die Schließung von 3.000 ihrer Firmen, teilte gestern das Hongkonger Informationszentrum für Menschenrechte und Demokratie in China mit. 100.000 Angestellte stünden auf der Straße, rund 194 Millionen Mark seien eingezogen worden. Die Sekte vertrieb bis zum Verbot Bücher, Videos sowie Produkte traditioneller chinesischer Medizin und unterhielt Ausbildungszentren sowie Reisebüros.

Bereits im Dezember hatten Polizisten ein Zhong-Gong-Bildungszentrum in der Provinz Shaanxi gestürmt und 2.000 Anhänger vertrieben. HAN

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