: Wasserhandel startet
Premiere für eine neue Handelsware: Israel kauft von der Türkei in Zukunft Wasser. Transport erfolgt per Schiff
ANKARA rtr ■ In den kommenden Jahren wird Israel von der Türkei große Mengen Wasser einkaufen, um den Mangel im eigenen Land zu kompensieren. Beide Staaten verhandeln derzeit über einen Vertrag, der ein neues Kapitel im Welthandel einleiten könnte. Erstmals würde Wasser im großen Maßstab Objekt eines kommerziellen Geschäfts im Nahen Osten. Details des Abkommens und der Preise würden in Kürze vereinbart, so der türkische Energieminister Ersumer gestern.
Wasser wird im Nahen Osten immer gefragter. Israel erlebt derzeit die zweite Saison mit unterdurchschnittlichen Regenfällen und dürfte seinen Bedarf in den kommenden Jahren nur noch durch Importe vollständig decken können. Israel soll von der Türkei nun Wasser aus dem Fluss Manavgat erhalten, an dem eine große Wasseraufbereitungsanlage steht. Das Wasser wird an der Küste auf Schiffe verladen.
Die Verantwortung für den Transport übernimmt Israel.
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 60 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen