Was fehlt …: … das Fleisch
Vegetarismus ist gut, Jagd ist besser? Die rheinland-pfälzische Jagdkönigin Sarah Wirtz will nicht, dass Tiere wegen ihres Appetits auf Fleisch leiden. „Ich war lange Zeit Vegetarierin“, sagte Wirtz der Deutschen Presse-Agentur.
„Die Jagd ist die einzige faire Methode, um sich Fleisch zu beschaffen, weil das Tier dabei nicht leiden muss.“ Wirtz isst nur das Fleisch, das sie selbst oder ihre Freunde gejagt haben.
Die 28-Jährige, die an der Universität Trier gerade ihre Doktorarbeit über die Wiederansiedlung des Vogels Waldrapp in Europa schreibt, verarbeitet die Tiere auch selbst. „Ich habe letzte Woche noch Wurst gemacht“, sagte sie. Zur Jagd kam Wirtz erst wegen ihrer Bachelor-Arbeit, in der es um Verwandtschaftsbeziehungen beim Rotwild ging. 2014 machte sie ihren Jagdschein.
In ihrer zweijährigen Amtszeit als Jagdkönigin möchte Wirtz das Image der Jäger verbessern. „Wir sind nicht nur grummelige alte Herren im Lodenmantel, die auf alles schießen, was sich bewegt.“ In der heutigen industrialisierten Umwelt müssten die Jäger eingreifen, weil sich die Natur nicht mehr selbst reguliere. (dpa)
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