: Warnung an Ausländer
■ Ägyptens Islamisten gegen Konferenz
Kaito (AFP) – Nach mehreren Wochen relativer Ruhe droht Ägypten eine neue Serie von Anschlägen. Die radikale Untergrundbewegung Dschamaa Islamija kündigte am Samstag Anschläge auf die ausländischen Teilnehmer der UN-Bevölkerungskonferenz an, die am 5. September in Kairo beginnen soll. Wenn sie ihr Leben „retten“ wollten, sollten Ausländer nicht nach Ägypten kommen, hieß es in einer Erklärung. Die Konferenz werde „von allen Teilen des ägyptischen Volkes“ abgelehnt.
Die ägyptische Regierung war in den letzten Tagen wegen der Konferenz heftig kritisiert worden. Vor allem islamistische Gruppierungen befürchten, daß sie auf der Konferenz Werte propagieren wird, die dem islamischen Recht widersprechen. Das Verwaltungsgericht in Kairo muß morgen über einen Einspruch von Islamisten entscheiden, die die Konferenz als verfassungswidrig bezeichnen.
Zugleich bekannte sich die Dschamaa Islamija zu dem Anschlag vom Freitag, bei dem ein 13jähriger spanischer Junge erschossen worden war. Bei Zusammenstößen zwischen der Polizei und Islamisten wurden in Oberägypten sechs Menschen getötet.
Nur noch 430 – dann sind wir 50.000
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 430 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen