: Walfang bleibt weiter verboten
Reykjavik (dpa) — Die kommerzielle Jagd auf Wale bleibt auch sechs Jahre nach Inkrafttreten des Fangmoratoriums weiter verboten. Dies ist das Ergebnis der gestern zu Ende gegangenen Jahreskonferenz der Internationalen Walfangkommission (IWK) in Reykjavik, bei der ein Antrag Islands auf die Erteilung von Fangquoten für Zwerg- und Finnwale im Nordatlantik keine Mehrheit fand. Island hatte unter Hinweis auf den wieder hohen Bestand an Tieren beantragt, eine Quote von 170 Zwergwalen für 1991 und jährlich 92 Finnwalen ab diesem Jahr zugeteilt zu bekommen. Vorher hatte die IWK einen japanischen Antrag abgelehnt, fünfzig Finnwale im Westpazifik zur Jagd freizugeben. Damit scheiterte der Versuch der Walfängerländer Japan, Norwegen und Island, ein unmittelbares Ende des 1986 inkraftgetretenen Moratoriums zu erreichen. Sie erzielten auch keine Mehrheit für ihren Antrag, die Zwerg- und Finnwale ab 1992 entsprechend einer Empfehlung der wissenschaftlichen IWK-Kommission als nicht mehr schützenswert einzustufen. Nach Schätzungen der Kommission gibt es in der Arktis und in der Antarktis mehr als 750.000 Zwergwale.
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