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Wählen auf Ostfriesisch

Doppelte Verneinung verwirrt Supermarkt-Wahlvolk

IHLOW dpa/taz ■ In der ostfriesischen Gemeinde Ihlow stimmten die Bürger am Sonntag mit einer deutlichen Mehrheit (65,6 Prozent) für den Bau eines umstrittenen Supermarktes. 35,7 Prozent der 9.431 Wahlberechtigten machten ihr Kreuzchen auf dem Zettel, sagte Abstimmungsleiter Johann Börgmann am Montag. Zuvor hatte eine Bürgerinitiative gegen den Supermarkt einen Bürgerentscheid durchgesetzt. Der Wahlzettel enthielt allerdings eine Tücke in Form einer doppelten Verneinung. Es wurde darüber abgestimmt, „ob entgegen dem Gemeinderatsbeschluss kein Grundstücksverkauf zum Zwecke der Ansiedlung eines großflächigen Einkaufsgeschäftes stattfinden darf“. Wer hier „Nein“ ankreuzte, stimmte also für den Bau des Marktes. Börgmann: „Wer aus Versehen ‚Ja‘ statt ‚Nein‘ ankreuzte, oder umgekehrt, gab in jedem Fall eine gültige Stimme ab.“

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