■ Vor der Fortsetzung der Gespräche: UDA bekennt sich zu Morden in Nordirland
Dublin (taz) – Die loyalistische Ulster Defence Association (UDA) hat am Freitag abend die Verantwortung für eine Reihe von Morden und Mordversuchen an Katholiken in den vergangenen vier Wochen übernommen. Die politische Situation in Nordirland habe eine militärische Antwort verlangt, hieß es. Gleichzeitig versprach die UDA, die Waffen ab sofort wieder ruhen zu lassen. Doch schon am nächsten Tag wurde erneut ein katholischer Taxifahrer in Belfast erschossen. Außerdem explodierte eine Bombe in einer Diskothek, die nach einer Warnung evakuiert worden war.
Obwohl die Erklärung der UDA den automatischen Ausschluß ihres politischen Flügels von den heute weitergehenden Friedensverhandlungen nach sich ziehen müßte, wird es dazu wohl nicht kommen. Die teilnehmenden Parteien und die beiden Regierungen schieben sich gegenseitig die Zuständigkeit dafür zu. Man befürchtet, daß der Ausschluß einer Partei das Ende des Friedensprozesses wäre. RaSo
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