: Vor Gericht gesteuert
■ Nicht Zeugen Yeboahs, sondern Angeklagter Yeboah
Stürmer Anthony Yeboah vom Hamburger SV und Eintracht Frankfurts Ex-Manager Bernd Hölzenbein stehen demnächst wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung vor Gericht. Der Prozess vor dem Landgericht Frankfurt soll nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel kurz vor dem Saisonstart der Fußball-Bundesliga am 3. August beginnen und ist auf zwölf Verhandlungstage angesetzt. Mitangeklagt sind auch der frühere Eintracht-Schatzmeister Wolfgang Knispel und Yeboahs früherer Berater Johannes van Berk.
Dem Quartett wird vorgeworfen, während Yeboahs Engagement bei der Eintracht (1990 bis 1995) im Jahre 1993 einen Betrag von 2,3 Millionen Mark am Fiskus vorbei an einen Tarnfirma in Ghana als verdeckte Lohnzahlung transferiert zu haben.
Yeboah war im Herbst 1997 von Leeds United zurück in die Bundesliga zum HSV gewechselt. Im Zusammenhang mit diesem Transfer beglich der Profi beim Finanzamt Hanau seine Steuerschulden von 1,2 Millionen Mark, um in Deutschland nicht mehr belangt zu werden. Diese Regulierung setzt nach Ansicht der Justiz eine Strafverfolgung allerdings nicht außer Kraft. lno
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen