: Vor 100 Jahren war‘s noch kälter
Mit dem Goldenen Oktober ist es nicht so weit her: Arg frisch ist es seit dem Wochenende im Norden. Und nicht nur an den St. Pauli Landungsbrücken (Foto) wurden die Möwen von mehr oder minder Eingemummelten gefüttert, die in böigen Brisen aus Ost fröstelten. Seit mindestens 100 Jahren, falls das jemanden zu trösten vermag, ist die Tagestemperatur an keinem 13. Oktober mehr so gering gewesen wie gestern. Mittags zeigte das Thermometer des Deutschen Wetterdienstes in Fuhlsbüttel amtliche 4,3 Grad Celsius. Der bisher geringste Tageshöchstwert für dieses Datum innerhalb der vergangenen 100 Jahre habe im Jahr 1975 bei 6,3 Grad gelegen, berichtete der Meteorologe Günther Fleischhauer. Der Auftakt in diesem Oktober sei schon ungewöhnlich, räumte er ein. Im Hinblick auf die sommerliche Abwechselung aus Unwetter und Hitzeperioden stelle sich aber ohnehin die Frage: „Was ist schon noch normal?“
foto: markus scholz
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen