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Vom sinkenden Schiff

■ Wahlsieger Abiola verläßt Nigeria

Berlin/Washington (taz/dpa) – Moshood Abiola, der als Kandidat der Sozialdemokratischen Partei Nigerias (SDP) die von der Militärregierung annullierten Präsidentschaftswahlen vom 12. Juni gewonnen hatte und sich als gewählter Präsident des Landes betrachtet, hat Nigeria verlassen. Wie am Mittwoch abend bekannt wurde, ist er nach Großbritannien geflogen und will in die USA weiterreisen. Nach Presseberichten hatte Abiola eine „Todesliste“ prominenter Regierungskritiker erhalten, auf der auch sein Name stand. Vor seinem Abflug habe er sich zurückhaltend gegenüber dem neuen Protestaufruf der oppositionellen „Kampagne für Demokratie“ (CD) geäußert und auf einen Militärputsch gegen Präsident Babangida spekuliert: „Die Armee wird eine Verschwörung gegen das nigerianische Volk nicht unterstützen. Das Volk und die Streitkräfte werden sicherstellen, daß ich am 27. August vereidigt werde.“

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