■ Vom Nachttisch geräumt: Rockarchitektur
Es geht nicht um den Rock, unter dem Oskar Matzerath gezeugt wurde, sondern um die Bühnen, die für große Rockkonzerte aufgebaut werden. Die Historiker, die heute mühsam die Umzüge des Barocks rekonstruieren, wissen, wie vergänglich die Kunst des Festes ist. Seien wir also froh, daß Sutherland Lyall sich die Arbeit gemacht hat, die Arbeiten des Teams Mark Fisher (Architekt) und Jonathan Park (Ingenieur) in einem knalligen Bildband zusammenzutragen und vorzustellen. Von der 1977er Pink Floyd „Animals“- Show bis zu Roger Waters „The Wall“ 1990 in Berlin. Fotos, Bauskizzen und die wichtigsten Angaben. Lyall erzählt auch ein wenig davon, wie Architekten, Manager und Künstler sich abstimmen. Viel Platz für Erläuterungen bleibt zwischen den bunten Bildern allerdings nicht.
Sutherland Lyall: „Rock Sets – The Astonishing Art of Rock Concert Design“. Thames and Hudson, 96 Seiten, 10 Pfund 95
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen