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Viel Streit um Polizei

■ Gewerkschaft meckert über Innensenator

“Es kann schon sein, daß es unter Leistungsdruck zu Übergriffen kommt. Die Autonomen treiben uns immer wieder zwischen die Fronten.“ So rechtfertigte gestern der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Hans Schulz, die Schlagstock- Einsätze gegen Kinder und Jugendliche, die nach den Morden von Mölln im Ostertor gegen Ausländerfeindlichkeit demonstriert hatten. Schulz‘ Lamento: Die Polizei ist hoffnungslos überlastet, „wir erleben das Auflösen einer funktionierenden Polizei.“

Verantwortlich sei der Bremer Innensenator, der 200 Stellen bei der Polizei streichen wolle. Außerdem sei geplant, die Polizeireviere Gröpelingen und Oslebshausen in einem Revier zusammenzufassen und das Woltmershauser Revier aufzulösen. „Dadurch kann die Sicherheit im Hafengebiet und beim Güterverkehrszentrum nicht mehr gewährleistet werden“, erklärte Schulz.

Er warf dem Senat vor, seine eigenen Gutachten nicht umzusetzen. Eine ressortübergreifende Arbeitsgruppe, u.a. mit Leuten aus dem Finanzressort, der Innenbehörde und der Senatskanzlei habe eine „katastrophale Unterversorgung der Polizei“ in Höhe von 847 Stellen festgestellt. Geld für die entsprechende Nachrüstung sei nichtvorhanden. mad

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