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■ Verteidiger für NikitinJelzin überrascht vom großen Presseecho

Oslo (taz) – Nach acht Wochen Untersuchungshaft bekommt der russische Atomexperte Alexander Nikitin nun den Verteidiger seiner Wahl. Es bedurfte erst einer Entscheidung des Verfassungsgerichts in Moskau, um die Geheimpolizei von absurden Auflagen abzubringen: Sie forderte vom Anwalt eine lückenlose Telefon- und Postkontrolle und drohte ihm außerdem ein mehrjähriges Ausreiseverbot aus Rußland an. Nikitin hatte allgemein zugängliches Material über den fahrlässigen Umgang der russischen Flotte mit Atomreaktoren veröffentlicht. Boris Jelzin hatte am Dienstag bei einem Staatsbesuch in Norwegen sogar durchblicken lassen, daß mit einer baldigen Freilassung Nikitins zu rechnen sei – ein Erfolg, der dem unerwartet großen internationalen Medienecho zugeschrieben wird. R. Wolff

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