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Versöhnung in Angola?

■ Regierung spricht mit Unita / Auch Machtteilung auf der Tagesordnung

Abidjan (AP/dpa/AFP) – In Abidjan, Hauptstadt der westafrikanischen Elfenbeinküste, haben gestern Verhandlungen zwischen der Regierung Angolas und der Rebellenbewegung Unita begonnen, die den seit Januar wieder aufgeflammten Bürgerkrieg beenden sollen. Am Montag abend hatten sich beide Seiten auf eine umfangreiche Tagesordnung geeinigt, die unter anderem Gespräche über eine „nationale Versöhnung“ vorsieht. Damit ist eine Beteiligung der Unita-Rebellen an der Regierung und Verwaltung auf allen Ebenen gemeint.

Im Gegenzug für diese Konzession der Regierungsseite bestätigte die „Unita“-Delegation gestern den Friedensvertrag vom Mai 1991, in dem die Abhaltung von Wahlen und die allseitige Anerkennung ihrer Ergebnisse festgehalten worden war. Bisher hatte sich die „Unita“ immer geweigert, ihre schließliche Niederlage bei den im September 1992 abgehaltenen Wahlen anzuerkennen.

Weder Unita-Führer Jonas Savimbi noch Angolas Staatspräsident Eduardo dos Santos nehmen persönlich an den Gesprächen teil. UNO-Generalsekretär sagte in einer Eröffnungsbotschaft, ein Erfolg der Gespräche sei „ausschlaggebend für das weitere Engagement der Vereinten Nationen“ in Angola. In den Tagen vor den Verhandlungen waren erneut schwere Kämpfe ausgebrochen. Das Unita- Radio meldete am Ostersonntag heftige Kämpfe um das belagerte Luena und eine teilweise Einnahme der Stadt. Gestern rief die Regierung zur Verstärkung der Regierungsarmee durch eine Einberufung von Zivilisten auf.

Die Kämpfe dürften nach Ansicht internationaler Beobachter jedoch kaum negative Auswirkungen auf die Gespräche haben. „Es war schon immer so, daß intensiver gekämpft wurde, bevor beide Seiten am Verhandlungstisch zusammenkamen“, sagte der Chef des US-Beobachterteams in Abdijan, Jeffrey Davidow.

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