piwik no script img

Verpackungsverordnung: Gauweiler noch nicht umgefallen

München (dpa) — Der Streit um die geplante Verpackungsverordnung des Bundes geht weiter: Die von Bayern bei den Getränkeverpackungen geforderten hohen Quoten für Mehrwegflaschen seien mit dem Recht der Europäischen Gemeinschaft (EG) vereinbar, sagte Bayerns Umweltminister Peter Gauweiler (CSU) am Montag in München. Er habe den Eindruck, daß der Hinweis auf die EG vielfach nur eine Ausrede für das Nichtnutzen von Handlungsspielräumen sei. Der Europäische Gerichtshof habe beispielsweise nicht beanstandet, daß Dänemark Getränkedosen völlig verboten habe, betonte der CSU-Politiker. Wegen des Widerstands aus Bayern, dessen Stimmen für eine Verabschiedung notwendig gewesen wären, hatte der Bundesrat am vergangenen Freitag die Behandlung der Verordnung zur Vermeidung von Verpackungsabfall auf den 19. April vertagt. Aufgrund des vorliegenden Entwurfs werde es mit Bayern keine Verpackungsverordnung geben, betonte Gauweiler.

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen