: Verlorene Kindheit im Fluchtgepäck
Vor sechzig Jahren erreichte der erste Transport mit jüdischen Kindern die englische Küste. Nach der Reichspogromnacht waren Großbritannien und Schweden endlich bereit, die bedrohten Kinder aufzunehmen – allerdings nur ohne ihre Eltern. Viele wurden im letzten Moment gerettet. Die meisten von ihnen sahen Mutter und Vater nie wieder. Die Erinnerung an die Abreise, der Blick zurück auf die Eltern, die, auf dem Bahnsteig oder an der Bushaltestelle stehend, immer kleiner werden, ist allen Flüchtlingskindern ins Gedächtnis gebrannt – auch den Tausenden aus Afghanistan, Kurdistan, Chile, dem Balkan oder Westafrika, die in jüngerer Zeit nach Deutschland geflohen sind. Lebensgeschichten, aufgeschrieben von Alexander Heinz
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