: Verkehrsunfälle kosten Milliarden
■ Folgekosten schlugen 1986 mit 5,2 und 1987 mit 4,9 Milliarden Mark zu Buche
Bonn (ap) - Arbeitsunfähigkeit und Invalidität schwer- und leichtverletzter Opfer von Verkehrsunfällen haben die bundesdeutsche Volkswirtschaft 1987 mit 4,9 Milliarden Mark belastet. Diese Schätzzahl hat die Bundesregierung in ihrer am Dienstag veröffentlichten Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen genannt. Für 1986 wurden diese Unfallfolgekosten mit 5,2 Milliarden Mark angegeben.
Der Antwort zufolge wurden 1987 auf Bundesautobahnen 52.413 Unfälle mit Personenschaden und schwerem Sachschaden registriert (1986: 49.904). Dabei wurden 694 (763) Menschen getötet sowie 6.292 (6.324) schwer und 21.326 (20.170) leicht verletzt. Auf allen übrigen Straßen ereigneten sich zusätzlich 534.443 (550.264) schwere Unfälle, bei denen 7.273 (8.185) Personen getötet sowie 102.337 (111.538) schwer und 294.667 (305.185) leicht verletzt wurden.
Zur medizinischen und beruflichen Rehabilitation schwerverletzter Unfallopfer wurden 1987 890 Millionen Mark aufgewendet, 40 Millionen Mark weniger als im Jahr davor. Die Kosten für die ambulante Behandlung Leichtverletzter sanken gegenüber 1986 um fünf auf 40 Millionen Mark.
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