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Verkehr: Nicht nur Eifel-Straßen

Bislang dürfte sein Name vor allem in der Eifel ein Begriff sein: Neuer Verkehrsminister wird Patrick Schnieder. Der Christdemokrat ist seit 2009 direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Bitburg. Bei der Bundestagswahl erzielte der Orgel- und Klavierspieler das beste Erststimmenergebnis in Rheinland-Pfalz. In Berlin stand er bislang als Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion hinter dem 1. Parlamentarischen Geschäftsführer und dessen Stellvertreter in der dritten Reihe.

Politisch groß geworden ist Schnieder in der Kommunalpolitik. Er war bis 2009 zehn Jahre lang Bürgermeister der Eifel-Gemeinde Arzfeld. Der Region ist er nach wie vor stark verbunden. Zu den politischen Schwerpunkten des 56-Jährigen mit dem Logo „Stark für die Heimat. Stark für Berlin“ zählen der Einsatz für den ländlichen Raum und eine leistungsfähige Infrastruktur. Als künftiger Verkehrsminister wird er viel Geld aus dem 500-Milliarden-Finanzpaket verteilen können. Schnieder schreibt es seinem Einsatz zu, dass der Bund die Zusage für den Lückenschluss der Autobahn A 1 in der Eifel gegeben hat. Zu den wichtigen Infrastrukturprojekten gehört seiner Auffassung nach der vierspurige Ausbau der A 60 von der belgischen Grenze. Er setzt allerdings nicht nur auf die Straße, sondern auch auf den Ausbau der Bahn. Wie erfolgreich der künftige Verkehrsminister ist, hängt davon ab, ob und wie er die Krise der Deutschen Bahn in den Griff bekommt. Anja Krüger