: VBB-Fahrpreise steigen deutlich
Aufsichtsrat des Verkehrsverbunds beschließt Erhöhung um durchschnittlich 7,5 Prozent
Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB) müssen ab Januar deutlich tiefer in die Tasche greifen. Die Tickets werden nach einer Entscheidung des Aufsichtsrats durchschnittlich um rund 7,5 Prozent teurer. Eine Einzelfahrt im Berliner Stadtgebiet (Bereich AB) kostet dann beispielsweise 3,80 Euro – 30 Cent mehr als derzeit. Auch die meisten Zeit- und Abo-Karten werden teurer. Die VBB-Umweltkarte für den Bereich AB kostet etwa ab Januar als Jahresabo 76,70 Euro im Monat statt wie bisher 71,40 Euro.
Dass die Preise in dieser Höhe steigen sollen, war bereits seit Ende Oktober bekannt – der Beschluss des Aufsichtsrats stand aber noch aus. Fahrgastverbände kritisierten, dass umweltfreundliche Mobilität so unverhältnismäßig teurer werde. Zudem wurde der schlechte Zustand des Nahverkehrs moniert.
Der VBB reagiere mit dieser Tarifanpassung auf die weiterhin hohen Kosten für Kraftstoffe, Personal und Investitionen im ÖPNV, teilte der Verbund zur Begründung mit. Bei der Berechnung der Fahrpreise wird die Entwicklung der Lebenshaltungs-, Strom- und Kraftstoffpreise der vergangenen 60 Monate berücksichtigt. (dpa)
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen