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Urlaubsstrategien

Berlin (taz) – Der Streit zwischen Hermann L. Gremliza, dem neuen Verleger der Berliner Tageszeitung Junge Welt, und der Redaktion geht weiter. Sollten nicht alle ausgesprochenen „Beurlaubungen“ von Redakteuren bedingungslos zurückgenommen werden, droht die Redaktion für heute mit spontanen Arbeitsniederlegungen. Bislang hat die Leitung des Blattes von den fünf Beurlaubungen nur drei zurückgenommen. Hintergrund der Auseinandersetzung sind unterschiedliche Vorstellungen über die Neukonzeption der Jungen Welt, die ab 2. Mai renoviert erscheinen soll. Gremliza schwebt ein westorientiertes, linksradikales Konzept vor, das von Teilen der Redaktion abgelehnt wird. In einer internen Protesterklärung spricht die Redaktion von „Maulkorberlaß“ und „Willkürakt“. Wie die taz erfuhr, sollen nicht nur die sechs bis sieben neuen Leute, die Gremliza mitbringt, „Zeitverträge“ über sechs Monate bekommen. Auch alle bestehenden festen Redakteursverträge sollen nun in „Honorarverträge“ umgewandelt werden.

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