Unterm Strich:
Der Else-Lasker-Schüler-Lyrikpreis 2018 geht an das „ThePoetryProject“ in Berlin. Geehrt werden damit sechs junge afghanische Flüchtlinge, einschließlich des Übersetzers Aarash Dadfar Spanta, die sich lyrisch mit Flucht und Vertreibung beschäftigen. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert und wird in Kooperation mit dem Literaturbüro NRW vergeben.
Poptheoretiker Diedrich Diederichsen sagt, das bisher „von Chris Dercon veröffentlichte Programm“ für die Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz lasse ihn „völlig ratlos“ zurück. Im Gespräch mit dem Berliner Tagesspiegel bezeichnete er Ex-Intendant Frank Castorf zwar als „Drama-Queen“. Der lasse alte Bühnenbilder schreddern, obwohl sie „von kunstöffentlichem Interesse“ seien. Doch vom neuen Volksbühnen-Chef Dercon aus Belgien erwarte er nichts Gutes. „Es gibt sicher eine problematische Internationalität, die auf die Abendgestaltung von englischsprachigen Managern und Touristen ausgerichtet ist“, so Diederichsen. Und das sei dann, so der Kritiker, „Theater für Gentrifizierungsgewinner“.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen