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„Uns tangiert das überhaupt nicht“

■ Immobilienfonds will Betonklotz EKZ Altona unbedingt haben

Einladend sehe die Betonfassade des Altonaer Einkaufszentrums (EKZ) nicht aus, vor den Geschäften in der Großen Bergstraße „ist es müllig“, und im Innern des 70er-Jahre-Baus stehen seit Jahren trotz billiger 15 bis 18 Mark pro Quadratmeter „70 Prozent der Büroflächen leer“. Für Tilman Görres, Öffentlichkeitsarbeiter des Geschlossenen Immobilienfonds EKZ Altona, kein Grund zur Sorge: „Die Asbestsanierung ist abgeschlossen, wir haben ein Sanierungskonzept für die Fassade vorgelegt und eine Hausmaklerfirma für die Vermietung engagiert.“

Zum Jahresende werde der Immobilienfonds die Ladenmeile vom derzeitigen Eigentümer, dem Schweden Lars Strömberg, wie geplant erwerben. Der Kaufvertrag warte nur noch auf die Unterzeichnung. Daß erst 20 Millionen Mark Fondsanteile statt der im November 1995 angekündigten 130 Millionen gezeichnet sind, führt Görres auf „Anlaufschwierigkeiten“ zurück. Nun aber werde alles gut.

Daran glaubt die Hauptgläubigerbank des EKZ, die Süddeutsche Bodencreditbank AG Hypothekenbüro, überhaupt nicht. Sie hat im Juli die Zwangsversteigerung beim Amtsgericht Altona beantragt (taz berichtete) und begründet diesen Entschluß mit „Schwierigkeiten mit dem Eigentümer“. „Uns“, gibt Görres patzig zurück, „tangiert das überhaupt nicht“. Daß das EKZ unter den Hammer kommt, hält er für vermeidbar: „Bis Jahresende müssen 50 bis 60 Millionen Anteile gezeichnet sein.“ Dann könne der Kaufvertrag „vollzogen werden“.

Im übrigen sei die „Mietsituation erfreulich“: Die Einzelhandelsflächen – sie machen knapp die Hälfte des 32.000 Quadratmeter großen EKZ aus – seien voll vermietet. Daß die andere (Büro-)EKZ-Hälfte weiterhin großräumig leer steht, daß sich der „Kultur-, Tanz- und Erlebnispark“ Metropolis als Flop gestaltet, daß die Hauptmieterin Karstadt AG Auszugsabsichten äußert – der Immobilienfonds verbreitet unbeirrt Optimismus und hofft, daß „die Medien“ nicht mehr „unsere sehr sensible Käuferschaft verunsichern“ mögen. hh

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