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Ungebetene Gäste an Frankreichs Atlantikküste

Sonnenanbeter in Frankreich haben zur Zeit schlechte Karten. Eine beispiellose Quallen-Plage hat die Atlantikküste mit Beginn der Sommerferienzeit erfaßt. An dem acht Kilometer langen Sandstrand von Saint- Brevin-les Pins bei Saint Nazaire entfernen Räumkommandos große weiße Medusen, die von der Flut angeschwemmt werden. Dabei kommen täglich sechshundert Kubikmeter zusammen. Manche der übelriechenden, halbverwesten Tiere sind über fünfzig Kilogramm schwer. Die örtlichen Behörden fürchten Einbrüche in der Tourismus-Industrie, wenn es nicht gelingt, das Phänomen unter Kontrolle zu bringen. Wissenschaftler des französischen Meeresinstituts Ifremer machen einen Klimaschock für die Quallen- Plage verantwortlich. Außerdem habe die Loire, deren Wasserspiegel jüngst stark stieg, viel Süßwasser ins Meer gespült. Dadurch habe sich die Lage noch verschlimmert. Der Quallenteppich erstreckt sich bereits von der Charente bis zur südlichen Bretagne, von der Ile de Groix bis zur Ile de Re.(Foto: Belser)

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