: Umzug nach Berlin
■ Kinkel verspricht Botschaften Unterstützung
Berlin/Bonn. Die Bundesregierung wird die ausländischen Botschaften in Bonn bei ihrem späteren Umzug nach Berlin unterstützen. Das sagte Bundesaußenminister Klaus Kinkel (FDP) gestern zu. Viele auswärtige Botschaften stünden vor der Entscheidung, in Berlin ein neues Dienstgebäude suchen zu müssen, was erhebliche administrative Belastungen mit sich bringe, erklärte der Außenminister. »Wir werden mit Nachdruck daran arbeiten, die hierdurch bedingten Schwierigkeiten für das diplomatische Korps so gering wie möglich zu halten.«
Kinkel betonte, wenn die Regierung ihren Sitz nach Berlin verlege, »wollen wir nicht an lokale Traditionen anknüpfen«. Berlin habe in den letzten hundert Jahren ja nicht immer nur einen guten Klang in der internationalen Diplomatie gehabt. »Wir wollen uns zu den guten und den weniger guten Erinnerungen an Berlin bekennen.« Dies sei auch ein Zeichen, daß sich Deutschland in seiner engen Verbundenheit mit dem Westen aktiv dem Osten Europas zuwende.
Der Minister versicherte den ausländischen Botschaftern, Deutschland bleibe ein weltoffenes, seinen Nachbarn freundschaftlich zugewandtes Land. Einzelne »Auswüchse« sollten nicht den Blick dafür verstellen, »daß Deutschland ein ausländerfreundliches Land ist«. dpa/taz
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen