■ Umwelt-Satellit aus Europa: Auf der Spur von lecken Öltankern
Darmstadt/Oberpfaffenhofen (dpa) – Freitag startet in Kourou eine Ariane-Trägerrakete, die den Satelliten ERS-2 in seine Umlaufbahn befördert. Das zweieinhalb Tonnen schwere Raumfahrzeug soll alle drei Tage eine komplette Ozon-Weltkarte anfertigen. Bisherige Satelliten arbeiteten ungenau und versagten während des Spätwinters, präzisere Messungen mit Stratosphärenballons lieferten nur punktuelle Daten, klagt die Europäische Weltraumagentur ESA in Darmstadt. Zunächst wird ERS-2 gemeinsam mit seinem Vorgänger wie ein Tandem im All fliegen, ihn später dann ganz ersetzen. Die Daten des 1991 gestarteten ERS-1 nutzen bereits 270 Forschungsgruppen und Wetterämter. Der Nachfolger kann zentimetergenau die Höhe von Meereswellen bestimmen und aus 785 Kilometern Höhe eine Ölspur erkennen. Die Messungen können Tankern und Frachtern auch eine kraftstoffsparende Route weisen.
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