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US–Connections

■ Der Sohn des iranischen Parlamentspräsidenten ist angeblich in US–Waffengeschäftverwickelt

London (ap) - Der älteste Sohn des iranischen Parlamentspräsidenten Haschemi Rafsandschani, Mehdi Bahremani, soll nach einem Bericht der britischen Wochenzeitschrift Observer in das geheime amerikanisch–iranische Waffengeschäft verwickelt und mit sechs Millionen Dollar nach Kanada geflohen sein. Das Blatt schrieb in seiner jüngsten Ausgabe am Sonntag unter Berufung auf nicht näher genannte iranische Kreise, Bahremani habe am 15. November seine Wohnung in Brüssel verlassen, nachdem er erfahren habe, daß ein iranischer Untersuchungsbeamter auf dem Weg zu ihm sei, um ihn über seine angebliche Verwicklung in die Waffenaffaire zu verhören. Der 25jährige Geschäftsmann habe sich mit sechs Millionen Dollar (zwölf Millionen Mark) Vermittlungsprovision aus dem Waffengeschäft nach Toronto abgesetzt. Das Geld stamme aus Waffentransaktionen zwischen Juli 85 und September 86. Dem Blatt zufolge ist Bahremani ein enger Partner von Manuscher Ghorbanifar, der in dem Bericht als Chef des iranischen Spionagenetzes in Europa bezeichnet wird und eine führende Rolle bei den amerikanischen Waffenverkäufen an Iran gespielt haben soll.

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