USA und Venezuela: Aufnahme diplomatischer Beziehungen vereinbart
Anfang des Jahres haben die USA Venezuelas autoritären Machthaber Maduro gefangen genommen. Nun zeichnet sich ein Wandel in den Beziehungen der beiden Länder ab.
dpa/ap | Die USA und die Übergangsregierung Venezuelas haben sich darauf geeinigt, ihre diplomatischen Beziehungen wieder aufzunehmen. Der Schritt werde gemeinsame Bemühungen zur Unterstützung der wirtschaftlichen Erholung und zur Förderung der Stabilität in Venezuela erleichtern, teilte das US-Außenministerium mit. „Unser Engagement konzentriert sich darauf, dem venezolanischen Volk durch einen schrittweisen Prozess zu helfen, der die Voraussetzungen für einen friedlichen Übergang zu einer demokratisch gewählten Regierung schafft“, hieß es in der Mitteilung.
Die Übergangsregierung in Caracas bestätigte die Wiederaufnahme der Beziehungen. Sie sprach von einer neuen Phase eines „konstruktiven Dialogs“, der auf gegenseitigem Respekt, souveräner Gleichheit der Staaten und Zusammenarbeit zwischen den Völkern beruhen solle. Ziel sei es, das gegenseitige Verständnis zu stärken und Möglichkeiten für eine positive Beziehung zum gemeinsamen Nutzen zu eröffnen, teilte das Außenministerium mit.
Die USA hatten ihre Botschaft in Venezuela 2019 geschlossen und ihr Personal abgezogen, nachdem der damalige autoritäre Staatschef Nicolás Maduro die diplomatischen Beziehungen zu den Vereinigten Staaten abgebrochen hatte.
Venezuela befindet sich nach Maduros Sturz im Umbruch
Anfang dieses Jahres hatte das US-Militär Maduro und dessen Ehefrau bei einem Angriff auf das südamerikanische Land gefangen genommen und außer Landes gebracht. Die beiden befinden sich inzwischen in New York, wo ihnen wegen angeblicher Verwicklung ins internationale Drogengeschäft der Prozess gemacht werden soll.
Das südamerikanische Land befindet sich seit Maduros Sturz in einer Phase des politischen Umbruchs. Delcy Rodríguez, die zuvor Maduros Vize war, übernahm als geschäftsführende Präsidentin die Führung. Sie gilt als zentrale Ansprechpartnerin der US-Regierung, vor allem bei Verhandlungen über die Verwaltung der riesigen Ölvorkommen des Landes, die Trump zugunsten der USA nutzen möchte. Mehrere US-Minister haben sich bereits mit ihr in Venezuela getroffen – jüngst etwa Innenminister Doug Burgum.
Vor ein paar Tagen kündigte auch die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado ihre baldige Rückkehr in ihr Heimatland an.
Trump deutet möglichen Deal mit Kuba an – vorerst Fokus auf Iran
US-Präsident Donald Trump hat bei einem Treffen mit dem Fußballclub Inter Miami einen Deal mit der kubanischen Regierung angedeutet. Diese wolle „unbedingt einen Deal“, sagte er bei dem Treffen. „Sie haben keine Ahnung, wie sehr.“ Kuba komme als Nächstes, man wolle „dieses besondere Thema“ angehen, kündigte der Präsident an. In Bezug auf den US-Außenminister Marco Rubio sagte Trump: „Er wartet noch.“ Rubio habe gesagt: „Lasst uns erst diese Sache zu Ende bringen“, erklärte Trump – wohl mit Bezug auf den Irankrieg. „Wir könnten alles gleichzeitig machen. Aber dann passieren schlechte Dinge. Wenn man sich Länder über die Jahre anschaut: Wenn man alles zu schnell macht, passieren schlechte Dinge.“
Zu einem Miteigentümer von Inter Miami, der ursprünglich aus Kuba stammt, sagte Trump: „Du wirst zurückgehen“, und fügte hinzu: „Das wird ein großartiger Tag sein, oder?“ Ohne weitere Details zu nennen, sagte der Präsident: „Das werden wir gesondert feiern. Ich möchte nur ein paar Wochen warten. Ich möchte, dass er ein paar Wochen wartet. Aber ich vermute, wir werden bald wieder zusammen sein und feiern, was in Kuba passiert.“
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