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USA bereiten Invasion vor

■ Erste Soldaten der Haiti-Eingreiftruppe in Puerto Rico

Ceiba/Washington (AFP) – Die USA haben am Montag ihre Vorbereitungen für eine Militärintervention in Haiti fortgesetzt. Auf dem US-Stützpunkt Ceiba in Puerto Rico traf am Abend ein erstes Kontingent der multinationalen Eingreiftruppe zu einem zweiwöchigen Manöver ein. Nach Angaben von US-Außenminister Warren Christopher sagten 17 Staaten zu, insgesamt 1.500 Soldaten bereitzustellen, um den Wiederaufbau der Demokratie nach der Invasion zu gewährleisten. Die erste Phase der Intervention, der Sturz der Militärs, soll nach Angaben von Außenamtssprecher Michael McCurry fast ausschließlich von US-Soldaten übernommen werden.

Das US-Verteidigungsministerium hatte am Wochenende erstmals ein mögliches Datum für eine Invasion genannt. Nach Angaben aus dem Pentagon könnte dies ab dem 21. September möglich sein. Derzeit sind neun Schiffe der US- Marine in der Karibik stationiert. Der Flugzeugträger „Eisenhower“ im Hafen von Norfolk ist gestern in die Karibik aufgebrochen.

Eine Studie des US-Außenministeriums, die nach einem Bericht der New York Times gestern dem Kongreß vorgelegt werden sollte, ergab, daß unter dem Militärregime von General Raoul Cedras weitaus häufiger Folter, Mord, Vergewaltigung und andere Gewalttaten registriert würden, als unter dem „berüchtigten Regime von Papa Doc Duvalier“. Damit wolle die US-Regierung, so die Einschätzung der Zeitung, die Öffentlichkeit davon überzeugen, daß eine Invasion auf Haiti dringend notwendig sei.

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