: US-Ziel: Saddams Sturz
Außenminister Powell schließt Krieg gegen Irak nicht aus, um die Herrschaft von Saddam Hussein zu beenden
WASHINGTON dpa ■ Die USA prüfen zurzeit mehrere Optionen, um das Regime des irakischen Machthabers Saddam Hussein zu beenden. Das sagte Außenminister Colin Powell vor einem Senatsausschuss in Washington. Ein Regimewechsel in Bagdad sei das Hauptziel der amerikanischen Irak-Politik. Einen Militärschlag schloss Powell nicht aus.
US-Präsident George Bush hatte den Irak zusammen mit Iran und Nordkorea als „Achse des Bösen“ bezeichnet. Iran und Nordkorea seien „in einer anderen Kategorie“ als der Irak, erklärte Powell. Es gäbe „keine Pläne, einen Krieg gegen diese Länder zu beginnen“.
Während einer bevorstehenden Asienreise will Bush Nordkorea Gespräche ohne Vorbedingungen anbieten. „Wir hoffen, dass sie darauf eingehen“, sagte Powell. Meldungen aus Nordkorea bestärken diese Hoffnung nicht. Aus Sicht Pjönjangs erhöht die geplante Reise Bushs die Gefahr eines Krieges auf der geteilten Halbinsel. „In der Reihe der US-Herrscher ist Bush der kriegerischste und grässlichste Präsident, der verzweifelt die Konfrontation mit der Demokratischen VR Korea sucht“, hieß es gestern in einem Kommentar in der staatlichen Minju Joson.
Powell wies Vorwürfe aus Europa zurück, die US-Regierung betreibe eine einseitige, kriegslüsterne Politik. Die USA würden ihren Prinzipien treu bleiben, die Führung beibehalten und versuchen, andere davon zu überzeugen, diesen Weg mitzugehen. „Der Präsident strebt nicht nach Krieg. Wir streben nach Frieden, aber Frieden kann man nicht finden, indem man den Kopf in den Sand steckt und das Böse ignoriert“, so Powell.
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