■ US-Luftwaffe: Strahlende Wüste
Salt Lake City (AP) – Die US- Luftwaffe hat 1959 in der Wüste von Utah bei Atomtests mehrfach absichtlich radioaktive Wolken freigesetzt. Nach Akten des Pentagon, die der Zeitung The Deseret News vorliegen, ist auf dem Testgelände Dugway insgesamt achtmal eine Reaktorschmelze simuliert worden. Experten stritten danach über die möglichen Auswirkungen. Der ehemalige Direktor des Instituts für Atompolitik an der Universität von Kalifornien, Daniel Hirsch, hielt Hunderte von Krebsfällen für wahrscheinlich, Richard Wilson von der Universität Havard, konnte höchstens „eine geringe Gefahr“ erkennen. Die Tests sollten der Entwicklung atomgetriebener Flugzeuge dienen.
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