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US-Konzerne „unterstützen“ RegierungenGeldströme bleiben geheim

Die Börsenaufsicht wollte US-Rohstoffkonzerne dazu zwingen, ihre Zahlungen an ausländische Regierungsstellen offenzulegen. Ein Gericht hat die Pläne nun gekippt.

WASHINGTON dpa | In den USA ansässige Ölkonzerne können ihre Zahlungen an Regierungsstellen weiter geheim halten. Ein Bezirksrichter in Washington, D.C. hat ein Regelwerk der Börsenaufsicht SEC für nichtig erklärt, dass die Konzerne dazu zwingen sollte, ihre Geldflüsse an Staatsapparate in ihren Abbaugebieten offenzulegen.

Die Unternehmen sahen darin einen Wettbewerbsnachteil gegenüber der Konkurrenz in anderen Ländern und klagten über ihre Lobbyvereinigung American Petroleum Institute. Das SEC-Regelwerk beruhte auf dem Abschnitt 1504 der Finanzmarktreform des US-Kongresses.

„Die Behörde hat keine überzeugenden Argumente vorgelegt, dass das Gesetz eindeutig die Veröffentlichung der vollen Berichte verlangt“, erklärte Richter John Bates in seiner am Dienstag veröffentlichten Urteilsbegründung. Er kritisierte überdies, dass die SEC keine Ausnahmen für Staaten zugelassen habe, die ihrerseits eine Veröffentlichung von Zahlungen verbieten. Diese Entscheidung der Behörde sei „willkürlich und launisch“ gewesen.

Durch die Offenlegung sollte das Versickern der Ölmillionen in den Regierungsapparaten etwa der rohstoffreichen afrikanischen Staaten erschwert werden. Die Veröffentlichtungspflicht sollte auch für Zahlungen im Zusammenhang mit der Förderung von Gas oder dem Abbau von Metallen und Mineralien gelten. Zu den Unterstützern des Regelwerks zählt die Hilfsorganisation Oxfam. In US-Medien wurde erwartet, dass die US-Börsenaufsicht das Regelwerk nun neu fasst. Es sollte im Herbst diesen Jahres in Kraft treten.

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1 Kommentar

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  • I
    irmi

    Die Aufdeckung der Zahlungen von Rohstoffkonzernen an afrik. Regierungsstellen wäre sehr gut, dann könnte man auch kontrollieren welche Einnahmen daraus entstehen für dortige Regierungen.

     

    Das wäre auch eine Kontrolle der Korruption der US Rohstoffkonzerne und der afrik. Regierungen.

     

    Es müsste aber dann auch aufdecken, welche Firmen an Milizen, Rebellen und Armeen gezahlt haben. So könnte der illegale Abbau kontrolliert werden.

     

    Aber das hat nicht nur Amerika zu interessieren, das wäre wichtig für alle Länder die Rohstoffe aus Afrika beziehen.