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Turners CNN heiratet Warners Time

■ Nur der Konkurrent Rupert Murdoch hat noch Einwände

New York (AP) – Mit überwältigender Zustimmung der Aktionäre haben sich die US-Konzerne Time Warner und Turner Broadcasting zum größten Medienunternehmen der Welt zusammengeschlossen. Doch die am Donnerstag besiegelte Megafusion könnte noch in letzter Minute zu Fall gebracht werden. Der australische Medienzar Rupert Murdoch hat Time Warner auf Verstöße gegen das Kartellgesetz verklagt. Auch die New Yorker Staatsanwaltschaft ermittelt.

Formal wird Turner – u.a. Betreiber des Nachrichtenkanals CNN – von Time Warner übernommen. Die wirkliche Arbeit beginnt nach Ansicht von Branchenkennern erst jetzt. Zwei Unternehmen mit sehr unterschiedlichen Führungskulturen und Profil müssen unter einen Hut gebracht werden. Und noch eine dunkle Wolke schwebt über dem Superkonzern: Die Murdoch-Firma News Corporation verklagte Time Warner in dieser Woche wegen Verstoßes gegen das Kartellgesetz. Time Warner habe einen Nachrichtensender von Murdoch in New York auszusperren versucht. Wie verhärtet die Fronten sind, zeigt sich an Ted Turner, der Murdoch kürzlich mit Hitler verglich.