: Turbulenzen bei der „Weltwoche“
Berlin (taz) – In der Zürcher Wochenzeitung Weltwoche, die als Autorenzeitung auch internationales Renommee erworben hat, geht es ähnlich turbulent zu wie zuweilen bei der taz. Als das Blatt letzte Woche neu strukturiert und mit neuem Layout erschien, brach ein lange schwelender Konflikt los. Neun jüngere RedakteurInnen forderten ultimativ vom Verwaltungsrat die Abberufung der Chefredaktion innerhalb von 24 Stunden. Daraufhin wurden sie selbst entlassen. Die Auseinandersetzungen hatten begonnen, nachdem Verleger Beat Curti wegen des Vorwurfs, er sei in eine Korruptionsaffäre verwickelt, seine Funktion niedergelegt hatte.
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen