: Tunnel-Streit
■ Keine Entscheidung in Bonn
Berlin. Im Streit um den geplanten Eisenbahntunnel durch die Innenstadt gibt es zwischen Senat und Bundesregierung nach wie vor keine Einigung. Bei einem Gespräch zwischen dem Regierenden Diepgen habe Bundesverkehrsminister Krause am Montag zugesagt, die »Option« für einen Zentralbahnhof am Lehrter Bahnhof könne im städtebaulichen Wettbewerb für das Regierungsviertel offengehalten werden, so Senatssprecher Flämig gestern. Krause hält aber daran fest, den Zentralbahnhof an der Friedrichstraße anzulegen. Eine Entscheidung über die Lage des Tunnels und den Standort des Zentralbahnhofs würden Bonn und Berlin erst dann treffen, wenn »sich Finanzierungsmöglichkeiten eröffnen«. Im Moment, so Flämig, werde Krause das Projekt nicht finanzieren. Die Bundesregierung werde nun selbst entscheiden, nicht mehr nur der Bundesverkehrsminister, sagte Klaus Kraft vom Bundesverkehrsministerium auf Anfrage. Alle Bonner Ressorts träfen sich deshalb am Mittwoch. Allerdings seien alle Ministerien für einen Zentralbahnhof an der Friedrichstraße. esch/hmt
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen