■ Türkische Haushalte in Deutschland: Kaufkraft ist deutlich gestiegen
Essen (AP/taz) – Die Kaufkraft der türkischen Minderheit in Deutschland ist deutlich gewachsen. Die 467.000 türkischen Haushalte in Deutschland verdienten 1993 netto 20,5 Milliarden Mark. Das durchschnittliche Nettoeinkommen je Haushalt mit statistisch 4,1 Personen sei seit 1991 um rund 400 Mark auf 3.650 Mark monatlich gestiegen, teilte das Zentrum für Türkeistudien der Universität Essen mit. Zum Vergleich: ein deutscher Vier-Personen-Haushalt hatte 1993 fast 5.200 Mark im Monat zur Verfügung.
14,6 Prozent des Verdienstes werden den Angaben zufolge gespart, das sind 2,5 Prozent mehr als bei Deutschen. Knapp 70 Prozent der gesamten Spareinlagen werden in Deutschland angelegt. Die Investitionen von Auslandstürken in ihrem Heimatland Türkei seien dagegen rapide rückläufig, erklärte Faruk Sen, der Leiter des Essener Zentrums. Die wirtschaftliche Bedeutung der 1.918.000 hier lebenden Türken wachse damit deutlich. Ihre Kaufkraft biete ein noch nicht ausgeschöpftes Potential für Konsumgüter.
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen