piwik no script img

Tritt Kardinal Groer im Sommer zurück?

Über das Schicksal des Wiener Erzbischofs Kardinal Hans-Hermann Groer, dem sexueller Mißbrauch von Schülern im Seminar von Hollabrunn vorgeworfen wird, soll im Vatikan entschieden werden. Das teilte der neue Chef der österreichischen Bischofskonferenz, Johann Weber, am Samstag in Wien mit. Webers Erklärung erfolgte einen Tag nach einer Privataudienz beim Papst. Beobachter gehen davon aus, daß der Papst den Rücktritt Groers Anfang des Sommers annehmen wird. Groer hatte sein Rücktrittsgesuch traditionsgemäß an seinem 75. Geburtstag im Oktober 1994 und somit vor Beginn der Affäre eingereicht. Die Beschuldigungen gegen den Kardinal Groer haben zu einer Welle von Kirchenaustritten geführt. Laut der österreichischen Nachrichtenagentur APA waren im April dieses Jahres 5.565 Kirchenaustritte zu verzeichnen, fast doppelt soviel wie im gleichen Monat des Vorjahres.Foto: Reuter

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen