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Treuhand schiebt DSR-Entscheidung

■ Privatisierung der Rostocker DSR erst nach Anhörung des Betriebsrates

Der Verwaltungsrat der Treuhandanstalt hat eine endgültige Entscheidung über die Privatisierung der Deutschen Seereederei Rostock GmbH (DSR) verschoben. Das Präsidium des Gremiums willnun am nächsten Freitag über den Verkauf des Schiffbaubetriebes befinden.

Mit dem Beschluß sei zugleich einer Einstweiligen Verfügung des Rostocker Arbeitsgerichtes Rechnung getragen worden, die der DSR- Gesamtbetriebsrat erwirkt hatte. Das Gericht hatte dem Treuhand-Vorstand Mitte dieser Woche untersagt, eine Vorlage zur Privatisierung der DSR ohne umfassende Information und Beratung der vorliegenden Konzepte mit dem Gesamtbetriebsrat und seinem Wirtschaftsauschuß einzubringen.

Der Treuhand-Vorstand will die nach eigenen Angaben größte deutsche Reederei mit 3.350 Beschäftigten an die Hamburger Kaufleute Horst Rahe und Nikolaus Schues und deren Beteiligungsgesellschaft für Grundstücks- und Schiffsvermögen (BGS) veräußern. Betriebsrat und die Gewerkschaft ÖTV haben sich gegen eine Übernahme durch BGS ausgesprochen. An einem Erwerb ist auch die von der DSR-Belegschaft favorisierte Bremer Vulkan AG interessiert. Ein Sprecher des Gesamtbetriebsrates erklärte, ein klares BGS-Konzept sei derzeit weder Betriebs- noch Aufsichtsrat und Geschäftsführung bekannt. Offen sei, was wirklich hinter den Plänen der BGS stehe. Belegschaft und ÖTV befürchten, daß die DSR nach einer Übernahme zerschlagen wird. dpa

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