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Treten Sie selbstbewußt auf!

Die Hamburger Polizei hat sich einen Leumund erworben, der sich durchaus mit dem des LAPD, ihrem Pendant in Los Angeles, messen kann. Gewalt gegen andere jeder Couleur wie auch mißliebige Journalisten – ein erkleckliches Skandalregister läuft da auf. Beim Spaziergang über den Jungfernstieg neulich präsentierte sich dann aber ebenjene Hamburger Polizei in geradezu regenbogenfarbener Offenheit. Unter einem Plakat mit der Inschrift „Gegen antischwule Gewalt“, in welches der Blitz eingeschlagen hatte, stand ein überaus sympathisch frohlockender Mann in Uniform und präsentierte ein Überfalltelefon, das man in Kooperation (!) mit dem Schwulenverband Deutschland eingerichtet hatte. „Stehen Sie zu Ihrem Schwulsein“ heißt es da aufmunternd, und praktische Hinweise werden gegeben: „Häufig ist Weglaufen die beste Verteidigung.“ Man liest's und geht guter Hoffnung weiter. mn

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen