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Tote bei Tunnelfeuer

Brand im Schweizer Gotthardtunnel: Mindestens neun Menschen sterben nach dem Zusammenstoß zweier Lastwagen bei Airolo

AIROLO afp/ap/dpa ■ Bei einem Brand nach einem Verkehrsunfall im Schweizer Gotthardtunnel sind mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. Weitere Opfer seien zu befürchten, teilte die Polizei gestern in Airolo im Schweizer Kanton Tessin mit. Mehrere Menschen wurden bei dem Unglück in der Hauptröhre des Tunnels verletzt. Feuerwehr und Rettungskräften gelang es wegen der Hitze und der starken Rauchentwicklung zunächst nicht, bis zum Brandherd vorzudringen.

Zwei Lastwagen waren gegen 9.45 Uhr auf Tessiner Seite, etwa zwei Kilometer vom Südportal entfernt, frontal zusammengestoßen. Anschließend brach ein Feuer aus. Der Brand wütete entlang eines dreihundert Meter langen Tunnelabschnitts. Einer der beiden an dem Unfall beteiligten Lastwagen hatte Reifen und Planen geladen. Durch das Gummi entwickelte sich starker Qualm.

Der 1980 eröffnete Gotthardtunnel ist mit 16,3 Kilometern der zweitlängste der Welt und eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen durch die Alpen. Er wird täglich von etwa 18.000 Fahrzeugen durchquert. Brände sind im Gotthardtunnel keine Seltenheit, pro Jahr werden durchschnittlich fünf Feuer gezählt. Dennoch gilt der Tunnel als relativ sicher. Bei einer Untersuchung europäischer Straßentunnel durch den ADAC erhielt der Gotthardtunnel 1999 bei der Sicherheit die Note „gut“.

„Das große Plus des Gotthardtunnels ist es, dass er als einer der wenigen Tunnels auf der ganzen Länge einen Sicherheitstunnel parallel zur Tunnelröhre hat“, sagte ADAC-Sprecher Robert Sauter gestern in München. Großes Manko sei jedoch, dass der Tunnel einröhrig ist und es deshalb Gegenverkehr mit der Gefahr von Zusammenstößen gibt. Ferner sei das Abluftsystem ungenügend, welches bis zum kommenden Jahr optimiert werden sollte.

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