piwik no script img

Todeslager in Bulgarien

Sofia (ap) - Der frühere stellvertretende Innenminister Bulgariens, General Mintscho Spassow, ist nach einem Bericht der Sofioter Nachrichtenagentur 'BTA‘ am Donnerstag verhaftet worden. Dem heute 80jährigen war das Haftlager Lowetsch in Nordbulgarien unterstellt, in dem nach vorliegenden Berichten zwischen 1959 und 1962 Hunderte von Häftlingen umgebracht wurden oder den unmenschlichen Haftbedingungen erlagen. Berichte über das Todeslager Lowetsch erschienen in letzter Zeit täglich in den bulgarischen Medien. Ehemalige Häftlinge haben ausgesagt, die Lagerinsassen seien täglichen Folterungen ausgesetzt worden, wenn sie die hohen Arbeitsnormen im Steinbruch des Lagers nicht schafften. Hunderte Häftlinge sind dem Vernehmen nach erschlagen und sogar den Schweinen zum Fraß vorgeworfen worden.

Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen