: Tiermißbrauch: Brieftaube mit tödlicher Fracht
Rätselhaften Vorgängen zwischen Himmel und Erde ist die Kriminalpolizei im hessischen Landkreis Marburg-Biedenkopf auf die Spur gekommen. An den Beinen einer toten Brieftaube, die im Stadtgebiet von Gladenbach lag, fanden sich zwei handelsübliche Füllerpatronen, die eine braune Flüssigkeit enthielten. Im Wiesbadener Landeskriminalamt fand man heraus, daß die tote Taube kein Drogenkurier war, sondern Transporteur eines tödlichen Giftstoffs. Die an der Brieftaube befestigte Giftmenge sei ausreichend, um zwei erwachsene Menschen zu töten, sagte ein Sprecher. Wer das Gift zu welchem Zweck durch die Luft geschickt hat, ist der Kripo noch ein Rätsel. Da die Taube unberingt war, ist der Besitzer nur schwer zu ermitteln. Die Brieftaube ist wahrscheinlich in die Fänge eines Greifvogels geraten. Die Polizei schloß nicht aus, daß jemand versuchte, mit der „Gifttaube“ Raubvögel zu bekämpfen.Foto: Erik-Jan Ouwerkerk
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