: Temperaturen steigen weiter
Nicht überall klappt es mit der Abkühlung. Prinzenbad geschlossen
In den nächsten Tagen steigen die Temperaturen laut Meteorologen täglich. Nach einem angenehmen Wochenstart sind in Berlin und Brandenburg zur Wochenmitte 30 bis 34 Grad möglich.
Für Brandenburgs Wälder bedeutet das: Nach kurzer Erholung durch Regenfälle in den vergangenen Tagen steigt die Brandgefahr wieder. „Die Hitzeperiode wird weiter anhalten und die Gefahr wird zur Wochenmitte wieder deutlich ansteigen“, sagte der Waldbrandschutzbeauftragte Raimund Engel. Bislang gab es nach seinen Angaben in dieser Waldbrandsaison rund 130 Feuer.
Die Hitze gefährdet aber längst nicht nur Wälder, sondern laut Deutschem Wetterdienst (DWD) vor allem Menschen ab 65 Jahren, Menschen mit Vorerkrankungen sowie Säuglinge und Kleinkinder. In dicht bebauten Teilen Berlins könne die Belastung zusätzlich steigen, weil es dort nachts weniger abkühle.
Abkühlung bieten Freibäder und Seen. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) warnt jedoch vor Leichtsinn und Überschätzung am Wasser. Grundsätzlich sei es wichtig, bei großer Hitze vor dem Schwimmen erst abzukühlen und nicht abrupt ins Wasser zu springen. Der große Temperaturunterschied – heiße Luft und kühles Wasser – könne zu Gesundheitsproblemen führen.
In Berlin bieten nicht alle Freibäder die ersehnte Abkühlung. Das Prinzenbad in Kreuzberg öffnet am Montagmorgen nicht wie sonst üblich um 7 Uhr, wie eine Sprecherin der Berliner Bäder-Betriebe sagte. Nach einem Brand in einem Schaltschrank soll ein Teil ausgetauscht werden. Wegen des Brandes war das Bad zunächst nicht geöffnet worden, später konnten es bis zu 1.600 Menschen besuchen. Was den Brand auslöste, ist laut Sprecherin unklar. Die Feuerwehr musste demnach nicht anrücken.
Auch das nahegelegene Columbiabad ist nach wie vor geschlossen. Die Betreiber gehen davon aus, dass das Schwimmer-, Nichtschwimmer- und das Planschbecken am 3. Juli öffnen könnten. Ursprünglich war die Wiedereröffnung für den 18. Juni geplant. Grund für die Verzögerung ist nach Angaben der Bäder-Betriebe ein fehlerhafter Bestellprozess bei der Beschaffung von Aktivkohle für die Wasserfilter der beiden großen Schwimmbecken.
Der DWD-Vorhersage zufolge bringt die Nacht zum Mittwoch kurze Erholung von der Hitze, die Temperaturen sinken demnach auf 17 bis 13 Grad. Am Mittwoch wird dann aber voraussichtlich die 30-Grad-Marke geknackt, der Wetterdienst erwartet Temperaturen von 31 bis 34 Grad – und für das Wochenende bis zu 37 Grad oder auch mehr und tropische Nächte mit mehr als 20 Grad. (dpa)
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